Information

Maßnahmenübersicht Sanierung Brandschaden Turm:

Rückbau der Turmspitze sowie Demontage von 2 Glocken (ist erfolgt)
Vorbereitung Stahlbauteile Turmstahlgerüst
Rückbau der Dachhaut einschl. Schalung (ist erfolgt)
Instandsetzung des Turmstahlgerüstes
Erstellung der Schalung
Kupferdeckung
Montage Glocken samt Technik

Die o.g. Maßnahmen unterliegen vielen Faktoren wie z.B. dem Wetter wie auch unvorhersehbaren Ereignissen/Maßnahmen. Die Gesamtfertigstellung kann daher nur grob geschätzt werden. Wir gehen aktuell davon aus, dass die Sanierungsmaßnahme bis Ende 2019 andauern wird.

Fotos vom Gerüst von Kurt Henning 
Foto 1: West - Breslauer Straße
Foto 2: Nord - Kath.Kirche, Söderblom Gymnasium
Foto 3: Nord/West - Wohnblock Gabelhorst 33, Stemmweder Berg
Foto 4: Süd/Ost - Schornstein von ehem Firma Naue, Wohnblocks Aufbau-Gemeinschaft

Stand Sanierung Turm und Kirchenraum

Stand 15. Juni 2019
Turm:
Die Materialproben wurden durchgeführt mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Stahlbaufirma Grewing soll ab Juli mit mit der Werkstattplanung beginnen, die dann ab Mitte Juli vom Prüfstatiker geprüft wird. Danach beginnt die Firma Grewing mit der Fertigung von Turmbauteilen in der Werkstatt und dem Abruch von Turmrestbereichen. Von Anfang bis Ende August soll die Montage der Turmbauteile durchgeführt werden.

Glocken: Die drei großen Glocken werden wohl an Ort un Stelle verbleiben. Für die vom Brand geschädigten zwei kleinen Glocken, soll es neue Bronzeglocken geben. Endgültige Entscheidungen stehen aber noch aus.

Kirchenraum: Im Wesentlichen steht nur noch die Grundreinigung an. Die Orgel wird wohl vorerst nicht bespielt werden können, da eine komplette Reinigung erforderlich ist.

Stand 30. April 2019
Turm:

Die komlette Kupferabdeckung (bis auf Reste) und die Holzverschalung wurden in den letzten Wochen entfernt.
Vor einigen Tagen wurden Materialproben vom Stahlgerüst des Turmes entnommen. Durch eine Überprüfung der Proben im Labor soll geklärt werden, ob noch ein weiterer Rückbau der Stahlkonstruktion erforderlich ist.

 

Kirchenraum:

Der neue Fußboden ist verlegt und gestrichen. Die Bänke sind in Teamarbeit (Fa. Gerling und Küster A. Steffan) wieder aufgestellt worden.
Firma Artus hat die Kirche grob aufgeräumt - Altar, Kanzel, Taufstein und Orgel sind noch eingehüllt.
Der Kunststeinfußboden in der Kirche (teilweise durch Löschwasser geschädigt) wurde von der Fa. Butler 3x geschliffen. Ausbesserungsarbeiten am Fußboden im Übergangsbereich Foyer/Kirchraum sind erledigt.

 

Stand 27. Februar 2019: Gestern hat die Firma ARTUS damit begonnen, die Kupferabdeckung einschl. Teerpappe zu demontieren. Nachfolgend wird die komplette Holzverschalung abgebaut und danach werden die Stahlbauer der Firma Grewing, die vom Brand geschädigte Teile der Stahlkonstruktion erneuern einschl. Turmspitze.

Stand 2. Februar 2019: Im Turm werden weitere Arbeiten zur Absicherung des Kirchenschiffes durchgeführt. Es wird eine wetterfeste Trennwand und ein wasserdichter Fußboden eingebaut. Damit soll verhindert werden, dass nach der Entfernung der alten Kupferplatten/Verschalung, kein Sturm- und Wasserschaden an den übrigen Gebäudeteilen entsteht. Außerdem wird in den nächsten Tagen im Turm noch ein Gerüst aufgestellt, um von dort aus die erforderlichen Sanierungsarbeiten an der Stahlkonstruktion durchführen zu können.                                                                              

Stand 20. Dezember 2018: Die Warmluftheizung ist soweit wieder hergestellt, dass unser Küster die Kirche im "Handbetrieb" beheizen kann. Dadurch wird die erforderliche Grundtemperatur in der Kirche gewährleistet und weitere Schäden am Gebäude und an der Orgel vermieden.
Am 5. Dezember 2018 ist der Rückbau der vom Brand geschädigten Turmspitze durch die Firma Grewing aus Lübbecke erfolgt. Gleichzeitig wurden die beiden kleinen Glocken ausgebaut und zur Funktionsprüfung von einer Fachfirma mitgenommen.

Stand 15. November 2018: Als Nächstes soll die sehr stark geschädigte Luftheizung prov. in Betrieb genommen werden. Angebote von Fachfirmen für die umfangreiche Komplettsanierung der Luftheizung sind angefordert.
Der vom Löschwasser geschädigte Holzfußboden wird, sobald der Kirchraum eine für die Verlegung erforderliche Temperatur erreicht hat, komplett erneuert.
Ob der Steinfußboden nur abgeschliffen oder erneuert werden muss, ist noch nicht geklärt.
Für die Orgel fehlt noch ein endgültiges Gutachten.
Umfangreiche Malerarbeiten stehen noch aus.
Wann kann die Kirche wieder genutzt werden? Das zu beantworten ist im Moment noch sehr schwierig. Es hängt u.a. von folgenden Faktoren ab: Angebotsabgabe der Baufirmen, Materialliefer- und Montagetermine, Bearbeitungszeitraum durch die Versicherung.
Turm Thomaskirche: Die Stahlbauer werden voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember (je nach Wetterlage) Teile der Stahlkonstruktion des Turmes demontieren und die Neukonstruktion schnellst möglich wieder montieren.
Im gleichen Zuge sollen die beiden ober Glocken ausgebaut und einer Überprüfung auf ihre Funktion unterzogen werden.
Für den Brandschutz sind noch einige bauliche Maßnahmen durchzuführen. 

Stand 17. September 2018: Der Turm ist zur Zeit fast vollständig eingerüstet. Als nächste Maßnahme (ca. Ende Sept./Anfang Oktober) ist die durch den Brand beschädigte, oberen Stahlkonstruktion zu demontieren und durch eine neue Konstruktion zu ersetzen. Gleichzeitig werden die oberen beiden Stahl-Glocken ausgebaut und auf Beschädigung durch Feuereinwirkung überprüft. Ob sie wieder verwandt werden können, muss die Überprüfung ergeben. 
Im Kirchenschiff muss der Holzfußboden noch erneuert werden. Die Dielen müssen mit den Denkmalbehörden abgestimmt werden. Für die Heizungs- und Lüftungsanlage hat durch Fachfirmen eine Schadensbegutachtung stattgefunden. Wann die Erneuerungs- und Reparaturarbeiten abgeschlossen sein werden, ist noch unbestimmt. Daraus ergibt sich, dass der Kirchraum voraussichtlich in diesem Jahr nicht mehr für Gottesdienste und Konzerte zur Verfügung steht.
Vorgesehen ist, dass die Gottesdienste an Heiligabend in der Michaelskirche stattfinden. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte den/dem Monatsblättern/Gemeindebrief und der Presse.

Brandereignis

TURMBRAND am 8. März 2018 um ca. 11.57 Uhr - Durch Dachdeckerarbeiten auf einer Zwischendecke des Thomas-Zentrums ist im Turm der Thomaskirche ein Brand entstanden. Der Brand konnte trotz intensiven Einsatzes mehrerer Feuerwehren - bedingt durch den schwierigen Zugang - erst gegen 21.00 Uhr gelöscht werden. Im Kirchraum ist zwar kein Brandschaden entstanden, aber das Löschwasser hat den Holzfußboden und die technischen Anlagen (Heizung/Lüftung) so stark beschädigt, dass umfangreiche Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.


Empore

E m p o r e:  Die höchstzulässige Zahl der Nutzer wird max. 50 Personen begrenzt! Die Empore ist grundsätzlich in der Nutzung gesperrt! Sie wird lediglich unter weitergehenden organisatorischen/betrieblichen Maßnahmen genutzt. Die max. Personenzahl wird im Rahmen des organisatorischen und betrieblichen Brandschutzes seitens des Betreibers, der Kirchengemeinde, überwacht und sichergestellt. Dementsprechend werden im Zugangsbereich der Kirche entsprechend unterwiesene Personen die hier genannte Personenzahl begrenzen (Zählung). Darüber hinaus ist festzuhalten, dass der Zugang zum höher gelegenen Sitzplatzbereich der Empore nur unter Berücksichtigung zweier Sicherungsposten als unterwiesene Personen seitens der Gemeinde ermöglicht wird. Hier wird zum einen eine Zählung und Begrenzung der Personen auf max. 50 sowie der Hinweis auf die besondere Ausführung der Treppe (Stufenhöhe) erfolgen. (Auszug aus dem Brandschutzkonzept/Baugenehmigung)

Sturmschäden an der Thomaskirche

1. Sturmschaden 18.02.1967 - oberhalb der Sakristei - ca. 10 - 14 m²

2. Sturmschaden: 17.10.1967 - Südseite

3. Sturmschaden: 23.04.1971 - Turm, Westseite

4. Sturmschaden: 14.08.1971 - Nord- Nord/Ostseite

Grundinformationen zur Thomaskirche der Ev. Martins-Kirchengemeinde Espelkamp

Die nach dem 2. Weltkrieg entstehende Stadt Espelkamp als neue Heimat für Vertriebene war in ihren Anfängen ein Schmelztiegel vieler Landsmannschaften aus dem Osten mit ganz unterschied-lichen Glaubensprägungen. 1949 wurde die Ev. Martins-Kirchengemeinde in Espelkamp gegründet, die als Versammlungsort zunächst auf eine Munahalle, die Festhalle, zurückgreifen konnte. In der stetig größer werdenden Gemeinde regte sich jedoch bald der Wunsch, ein richtiges, eigenes, großes Kirchengebäude zu errichten. Bereits Mitte der fünfziger Jahre wurde in diese Richtung geplant und der erste Kontakt zu dem Architekten Gerhard Langmaack hergestellt. Bei der Suche nach der Gestalt des Kirchenbaus ging es auch um die Frage, ob es richtig sei, sich den vorhandenen Gebäuden wie dem Rathaus, der Wohnbebauung und den Geschäftshäusern anzupassen oder ob es vielmehr wichtig sei, eine eigene Aussage als Kirche zu machen und ein Zeichen zu sein für die „Gegenwart der unsichtbaren anderen Welt“ in der Stadt Espelkamp ?

Als Standort wurde schon frühzeitig bewusst der höchste Punkt der Stadt gewählt, dort, wo sich die alte Straße, die heutige Isenstedter Straße, mit der großen neuen Straße, der Breslauer Straße trifft. Denn die Kirchengemeinde als Bauherrin legte Wert auf die Beziehung und die Verbundenheit zwischen Gemeinwesen und Kirche und auch die Blickachse - Rathaus – Kirche - war genau geplant. Alle Überlegungen mündeten schließlich in folgende Richtlinien: 1. Die neue Kirche soll ein modernes Bauwerk sein und nicht Baustile vergangener Zeiten kopieren. Sie soll ein Ort sein, an dem das heute für die Menschen Notwendige und Heilvolle geschieht. 2. Bei aller Modernität soll erkennbar sein: Hier wird der Name und die Botschaft Gottes ausgerufen. Hier wird unter dem Geheimnis des Wortes und der Sakramente das barmherzige Mit-Sein Gottes mit seiner Schöpfung verkündet und erfahren.

Daten zur Thomaskirche:
Architekt: Gerhard Langmaack, Hamburg
Grundsteinlegung: 13. November 1960
Einweihung: 30. Juni 1963
Maße: Turmhöhe 34,35 m (ab Fußboden)
Länge 20,30 m
Breite: 15 m (Eingangshalle) bis 20,70 m (am Altarraum)

Sitzplätze max: 460
 360 im Kirchenschiff
  50 im Chorraum
  50 auf der Empore


Künstler:
Karl-Heinz Neumann, Hamburg – Bronzetür
Emil Grassert, Lübeck – Vertreibungsfenster
Fritz Fleer, Hamburg-Wohldorf – Kruzifix
Rudolf Weber, Espelkamp – Taufstein
Hartwig Ulrich, Aumühle/Hamburg – Altargerät, Leuchter, Taufschale
Rudolf Vombek, Hagen – Fenster im Altarraum
Arnold Rinkert - Taufstein der Martinskirche (Entwurf)
Bruno Buschmann Taufstein der Martinskirche (Ausführung)

Der Text der Grundstein-Urkunde lautet: Im Namen des dreieinigen Gottes versammelt, um den Grundstein der Evangelischen Kirche in Espelkamp-Mittwald zu legen, bezeugen wir, dass Gott uns an diesen Ort geholfen hat. Wir waren Flüchtlinge und Vertriebene und haben nun wieder eine feste Statt. Wir waren ausgeplündert, elend und arm, ohne ein schützendes Dach, ohne Arbeit. ohne Brot. Es ist uns alles wieder geworden. Wir hatten mit der Heimat Namen und Gesicht, Rang und Geltung verloren und sind nun wieder Bürger des Landes, gleicher Verantwortung und gleichen Rechtes. Der Zusammenhang mit unserer Heimatkirche war zerrissen. Nun sind wir Glieder der Evangelischen Kirche von Westfalen. Wir waren Heimatlose, uns wurde an diesem Ort neue Heimat geschenkt. In dem alle erkennen und preisen wir das Wunder der Güte Gottes und danken Seinem heiligem Namen. Wir danken auch den Männern in Staat und Kirche und Ökumene, die den Gedanken der Vertriebenenstadt zuerst dachten, und denen, die ihn durchführten. Wir bekennen und bezeugen, dass in den Jahren des völligen Zusammenbrechen aller menschlichen Sicherheiten und Möglichkeiten das Evangelium von Jesus Christus das Einzige war, das uns nicht im Stich gelassen hat, das Einzige auch, das uns Kraft gab, die schweren Anfänge in der neuen Heimat zu meistern.
Espelkamp-Mittwald, am Tage der Grundsteinlegung, dem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres, dem 13. November 1960.

Einweihung: Sonntag, dem 30. Juni 1963 wurde die neue Espelkamper Kirche (Thomaskirche) durch Präses Wilm eingeweiht in Gegenwart vieler Ehrengäste. Am Abend hielt der Erbauer der Kirche, Architekt Langmaack, als Auftakt zur "Woche der Gemeinde" einen Vortrag: "Baut Kirchbau Gemeinde?" in der fast vollbesetzten Kirche.